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Suppskartoffeln

Als erstes hole ich mir vier dicke, wohlschmeckende Kartoffeln und drei große Möhren, die ich mit dem Weißen einer Stange Lauch und einer Handvoll Petersilie, alles kleingeschnitten, in zwanzig Minuten gut gesalzen gar koche. Mitkochen tue ich einen alten Kanten Räucherspeck und ein großes Lorbeerblatt. Dann fische ich beides raus und nehme den Pürierstab, den ich eine halbe Stunde suchen muß, weil ich den zum letzten Mal voriges Jahr benutzt habe, bevor ich meine Küche aufräumte. Die Suppe ist schon wieder abgekühlt, darum koche ich noch mal auf und lasse den Pürierstab so lange darin herumsausen, bis alles eine egale Masse ist. Ein gewaltiger Klacks Butter und eine Handvoll Thymianblättchen kommen währenddessen dazu. Zum Schluß rühre ich noch reichlich grob geschrotene Pfefferkörner und eine weitere Handvoll frischer gehackter Petersilie rein.

In die leeren Teller lege ich in nicht zu kleine Streifen geschnittenen Räucherlachs, darauf kommt die heiße Suppe. Wer will, löffelt sich noch Créme fraîche in das butterige Meisterwerk.

Wenn mein Opa nicht schon seit fünfunddreißig Jahren am Vermodern wäre, würde er sich jetzt aus dem Grab erheben und einen Teller Suppskartoffeln mitessen.

20.8.08 23:24


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