Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


http://myblog.de/maitre

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Caponatina

Aus kulinarischer Sicht lese ich am liebsten die sizilianischen Krimis von Andrea Camilleri und hole mir daraus interessante Anregungen.

Heute aß der Commissario eine Caponatina, gebratene Auberginen süßsauer eingelegt mit Staudensellerie und Kapern. Da setzt sich meine Fantasie in Gang und ich schaue in den Kühlschrank. Kapern habe ich immer und sogar eine halbe Aubergine und eine Selleriestange. Also los, ein Nachmittagsjob zum Zeitvertreib.

Die Aubergine schneide ich in ziemlich dünne Scheiben und brate sie in heißem Öl ein paar Minuten auf beiden Seiten, lege sie auf einen Teller und opfere von den Zutaten für den Gemüsesugo am Abend die Hälfte der roten Zwiebel, schneide die ebenso in dünne Scheiben und lasse sie in der Resthitze der Pfanne weich werden.

Den Sellerie lasse ich roh. Dummerweise ist meine Stange über die Tage braun geworden und ich muß sie wegschmeißen. Egal, ich springe eben hinunter und hole für zwanzig Pfennig eine frische. Da kann ich mit den Blättern auch noch den Sugo würzen.

Genauso dünne Scheiben werden auch aus dem Sellerie  geschnitten, schräg, damit sie etwas größer werden, und noch dünnere einer Knoblauchzehe. Und natürlich die Kapern, einen Eßlöffel voll und gründlich abgespült. Etwas grobes Salz, ganz grober Pfeffer, Thymian. Süßsauer ist nicht so meins, also spare ich mir eine süße Komponente und verteile zwei Teelöffel Weißweinessig (von Ponti, sehr aromatisch) darüber und reichlich Olivenöl.

Gründlich durchgemischt, probiere ich eine Gabel voll und bin nicht unbedingt begeistert. Ich lese meinen Camilleri weiter und koche, als es soweit ist, Spaghetti mit Gemüsesugo und Sardellen. Ein mittelgroßer Champignon, der dabei übrig bleibt, darf in dünnen Scheiben die Caponatina genauso beehren wie eine Handvoll schwarzer Oliven.

Zwei Stunden später nehme ich mir, um den Nachhunger zu stillen, den Teller mit der Caponatina noch mal vor. Die Auberginen und die Champignons sind in der Marinade gut durchgeweicht, was auch ok ist, denn knackige Auberginen gibt es nicht. Beide  sind vollgesogen mit allen enthaltenen Aromen und schmecken himmlisch. Mit zwei Scheiben Weißbrot putze ich den Teller in fünf Minuten leer.

Meine drei letzten Sardellenfilets brauchte ich dür den Sugo. In der Caponatina kann ich sie mir auch sehr gut vorstellen.

2.1.12 22:35


Werbung





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung