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Hammelkoteletts

Im Leben nicht werde ich grillen. Diese zur Religion überhöhte alberne Modeerscheinung geht mir so auf den Sack! Kein Wetterbericht im Sommer, der mich nicht informiert, wo in Deutschland denn heute gegrillt werden kann.

Aber weil nicht viele so denken wie ich, muß ich bei "Grillwetter" damit rechnen, nachmittags um vier kein gutes Fleisch mehr zu kriegen. Ich hole schon um elf sechs Hammelkoteletts und ein gutes Pfund Stangenbohnen. Folgendes schwebt mir für mich und meinen Gast vor:

Mein Gast kommt um sechs und wir öffnen zwei Flaschen Bier. Natürlich ist es viel zu warm und zu schwül für heiße Bohnen und fettriefende Kartoffeln. Besser wäre ein frischer Salat aus Tomaten, Staudensellerie und Oliven, mit Knoblauch und Koriandergrün gewürzt. Aber jetzt habe ich vorbereitend schon die Bohnen blanchiert und die Tomaten enthäutet und in Stücke geschnitten. Mein Gast hat die rettende Idee: Leg die doch kalt mit den Tomaten ein!

Das mache ich! In Salzwasser blanchiert, brauchen die Bohnen nicht viel Salz. Die Tomaten allerdings salze ich separat und gebe sie dazu. Zufällig liegen hier drei Lauchzwiebeln, die schneide ich in dünne Scheiben. Dann reichlich Pfeffer, grob geschnittener Knoblauch und etwa einen Eßlöffel Thymianblättchen. Schließlich begieße ich mit Olivenöl, rühre kräftig um und lasse das eine Stunde ziehen. In der Zeit gehen wir auf den Campo, ein oder zwei Weizenbier trinken.

Nach dieser großzügigen Stunde geht es schnell. Wir bringen auf dem Rückweg ein türkisches Fladenbrot mit und ich brate die Koteletts in heißem Öl drei Minuten von jeder Seite, stelle alles auf den Tisch und jeder nimmt, was er essen möchte.

 

5.7.12 23:39


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