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Eine neue Idee

Ich habe die süße Christine zum Hasenrücken eingeladen. Wie ich den bereite, habe ich schon mehrmals hinreichend erläutert, mit und ohne Ficken. Heute ohne, denn zum Ficken taugt die Christine nicht. Sehr schade, weil die wirklich süß ist, aber nicht zu ändern.

Vor die Wahl zwischen Wirsing und Rosenkohl gestellt, hat Christine sich Rosenkohl gewünscht. Wirsing und Rosenkohl sind auch die einzigen Kohlsorten, die ich wirklich mag. Rotkohl auch schon mal, aber nicht zu oft. Aber Weißkohl, Grünkohl, Blumenkohl oder Broccoli - bäähhh!

Christine putzte den Rosenkohl, während ich das Apfelgratin vorbereitete und aus dem Hasenfonds eine anbetungswürdige Sauce zauberte. Gestern hatte ich, während der Fonds vor sich hinkochte, in verschiedenen Kochbüchern zum Thema Wildbret im allgemeinen und Hasenbraten im besonderen geblättert und fand dort die interessante Anregung, den Hasenfonds mit Zitronenschale zu würzen. Darum kaufte ich heute ungespritzte Zitronen und ließ einen Streifen Schale eine Viertelstunde in dem Fonds köcheln, ehe ich mich an die Sauce machte.

Der Duft der Zitronenschale erweckte in mir die Idee, daß damit vielleicht auch der Rosenkohl gut zu würzen sei. Gedacht, getan.

Der Rosenkohl liebt ja, wie jeder Kohl, die Zitrone und ich blanchiere Wirsing und Rosenkohl immer in Zitronenwasser. Wirsing beträufele ich obendrein immer mit Zitronensaft, während er gar schmort. Das verringert den penetranten Kohlgeruch und -geschmack enorm.

Zwölf Minuten blanchierte ich die hingebungsvoll geputzten Röschen also in Zitronenwasser, dann goß ich sie ins Sieb und stellte den Topf auf die Platte zurück. Nach ein paar Minuten war der so abgekühlt, daß ich ein großes Stück Butter hineingeben konnte, in dem ich dann eine kleingehackte Schalotte, zwei gehackte Knoblauchzehen, Thymianblättchen und etwa einen Eßlöffel voll klitzekleingehackter Zitronenschale solange dünstete, bis Schalotte und Knoblauch gar waren. Dadrauf die Kohlröschen, salzen und mit viel grobgestoßenem Pfeffer würzen und ziehen lassen, bis das Apfelgratin und somit das ganze Menu fertig waren.

Das Aroma der Zitronenschale im Rosenkohl ist eine Wucht !! Unbedingt ausprobieren!

Das Apfelgratin? Eine tolle Idee, die ich immer zu Wildbret mache, statt Kartoffeln, Nudeln oder schlimmerem. Ich nehme pro Person einen Boskoop-Apfel, geschält, entkernt und in Scheiben geschnitten, die in einer gut gebutterten Gratinform ausgelegt werden. Jede Lage wird mit Salz, grobem schwarzen Pfeffer und etwas feingemahlenem Piment bestreut und mit Zitronensaft beträufelt. Zum Schluß gießt man mit Crème fraîche verquirlte Schlagzahne in alle Zwischenräume und läßt das zwanzig Minuten bei hundertachtzig Grad im Backes schmurgeln. Einfach, aber sowas von lecker!

15.12.11 00:06
 


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