Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


http://myblog.de/maitre

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Confit de Canard

Das habe ich letztes Jahr in Südfrankreich gegessen. Ententeile werden in Entenschmalz und Gewürzen geduldig weichgekocht und in einem Steinguttopf eingelegt. Will man sie länger als ein paar Tage lagern, weckt man sie ein, dann halten sie sich Monate.

Das ist mir zu viel Arbeit und in Frankreich kann man das Confit in Dosen kaufen. In Luxemburg auch, denn dort war mein Bruder kürzlich und hat mir eine Dose mitgebracht. Da sind zwei Keulen drin und ganz viel Entenschmalz.

Was macht man dazu? Unbedingt in Entenschmalz gebratene, rohe Kartoffelscheiben. Das Dosenetikett empfielt weiterhin eine Piperade, daß sind geschmorte Paprikaschoten und Tomaten und Zwiebeln, auf die verquirlte Eier gegeben werden, also eine Art Omelett. Das ist mir dann doch zu mächtig und ich kaufe lieber ein paar Möhren und einen Mangoldkopf.

Zuerst blanchiere ich die in Stücke geschnittenen Möhren und Mangoldstiele. In das Kochwasser lege ich dann für wenige Minuten die geschlossene Dose, damit das Entenfett flüssig wird. Kalt abgeschreckt mache ich die Dose auf, ziehe die die Keulen heraus und lasse sie abtropfen, ehe ich sie in eine Backofenform lege. Im Gemüsetopf lasse ich nun eine gehackte rote Zwiebel, etwas Knoblauch und die gehackten Nadeln eines Rosmarinzweigs angehen.

Ich schäle Kartoffeln und schneide sie in Scheiben. Die gebe ich in die Bratpfanne, worin schon drei Schöpfkellchen von dem Entenfett heiß geworden sind. Dort werden sie bei mittlerer Hitze knusprig braun gebraten und mit ganz wenig (oder garkeinem) Salz, Pfeffer  und Thymian gewürzt. Der ganze Doseninhalt ist sehr salzig, da sollte man sich bei den Beilagen sehr zurückhalten.

Nun die blanchierten Gemüse und das rohe Mangoldgrün in den Topf, (wenig) salzen und ordentlich pfeffern. Zum Schluß legt man die Entenkeulen zehn Minuten lang in den 210° heißen Backes. Da wird die Haut aber leider nicht knusprig, wie sie das letztes Jahr in Frankreich war, also zogen wir sie ab und schmissen sie weg. Die Bratkartoffeln sind ein Traum und das Entenfleisch butterzart und von anbetungswürdigem Geschmack.

Vier Euro fuffzig kostet so eine Dose und zwei erwachsene Esser werden absolut satt. Geht doch.

 


23.9.12 19:48
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung